Schulinfo Dezember 2007

PDF-Ausgabe: Schulinfo_2007-12.pdf (225 kB)

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,
liebe Freunde des Gymnasiums Neuenbürg,

gerne begrüße ich sie in dieser ersten Schulinfo für das Schuljahr 2007/08 und informiere sie über wesentliche Entwicklungen in unserer Schule, die im Zusammenhang mit den Reformen am Gymnasium stehen. Zuvor möchte ich allerdings meinen Dank an Herrn Merz im Namen der gesamten Schulgemeinde aussprechen. Er hat über mehrere Jahre hauptverantwortlich die Organisation und Herausgabe der Schulinfo mit großem Engagement bewerkstelligt. Aufgrund anderer dienstlicher Verpflichtungen kann er diese Aufgabe seit diesem Schuljahr nicht länger wahrnehmen. Ich bin mir sicher, dass wir mit Herrn Friedrich einen kompetenten Lehrer gefunden haben, der diese Arbeit – allerdings erst seit November dieses Jahres – fortsetzt, was auch die Verzögerung der ersten Schulinfo in diesem Schuljahr erklärt. Für die nächsten Jahre werden wir am Gymnasium weiterhin mit G9 und G8 zwei unterschiedliche gymnasiale Strukturen gleichzeitig unterrichten. Die gegenwärtige Schnittstelle befindet sich zwischen den Jahrgangstufen 8 und 9: Die Klassenstufen 5 bis 8 befinden sich in G8, die Klassenstufen 9 bis 13 in G9. Im Jahr 2012 werden wir dann zwei Jahrgänge gleichzeitig zum Abitur führen und damit G9 beenden. Während es im G9-Zug außer einer Abiturreform ab 2010 also beginnend mit der jetzigen Jahrgangsstufe 11 keine wesentlichen strukturellen Veränderungen gibt bzw. geben wird, sind für unsere Schule die Neuerungen im Zusammenhang mit G8 bedeutsamer. Die Schülerinnen und Schüler von G8, die in diesem Schuljahr in der Jahrgangstufe 8 angekommen sind, hatten die Wahl zwischen einer dritten Fremdsprache und dem neuen Hauptfach „Naturwissenschaft und Technik“ (NwT). Erfreulicherweise können wir ab diesem Schuljahr für die Schüler die als zweite Fremdsprache Französisch gewählt haben, Spanisch als neue dritte Fremdsprache anbieten. Für das Unterrichten des neuen Faches NwT hat die Stadt Neuenbürg als Schulträger durch den Umbau dreier Klassenräume zu zwei NwT-Fachräumen und die Ausstattung derselben optimale Bedingungen geschaffen. Die Lehrkräfte unserer Schule haben sich in einer Vielzahl von Fortbildungen die nötigen fachlichen und organisatorischen Kenntnisse für dieses neue Fach erarbeitet. Ungeachtet der Wahl zwischen sprachlichem oder naturwissenschaftlichem Profil bedeuten das achtjährige Gymnasium und die damit verbundenen neuen Stundentafeln für die Schülerinnen und Schüler im Allgemeinen eine höhere zeitliche Belastung – nicht zuletzt wegen des vermehrten Nachmittagsunterrichts. Eine zusätzliche erhebliche zeitliche Mehrbelastung für die Lehrkräfte steht mit der in diesem Schuljahr von Amts wegen verordneten Evaluation ins Haus. Die Vorbereitungen in Konferenzen und Sitzungen für die anlaufende Selbstevaluation haben bereits begonnen und werden während des Pädagogischen Tages am 28. 02. 2008 konkretisiert. Wann und in welcher Form Eltern und Schüler „mit ins Boot genommen werden“, wird dann von unserer so genannten „Steuergruppe“ rechtzeitig mitgeteilt. Fest steht bereits, dass unser Gymnasium – neben fünf anderen Gymnasien aus dem Regierungsbezirk Nordbaden – durch ein „zufälliges“ Losverfahren für das kommende Schuljahr 2008/09 für die Fremdevaluation bestimmt wurde. Zunächst konzentrieren wir uns jedoch auf das zu Ende gehende erste Schulhalbjahr mit der Ausgabe der Halbjahresinformationen am 1. Februar 2008, die die Zwischenbilanz der Leistungen der Schülerinnen und Schüler dokumentieren. Weitere wichtige Termine entnehmen sie bitte nachfolgend aus der Schulinfo bzw. der Homepage unserer Schule.
Für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel sowie für die gesamten Ferien wünsche ich ihnen und ihren Familien alles Gute und gute Erholung.

Gerhard Brunner

Abschied ...

Seit dem Ende des letzten Schuljahres fehlen zwei vertraute Gesichter in den Reihen des Neuenbürger Kollegiums: Herr Merkle und Herr von Frantzius verabschiedeten sich aus einem langen Berufsleben in den wohlverdienten Ruhestand. StD Rainer Merkle – seit 1993 „bei uns“ am Gymnasium Neuenbürg und seit 1994 mit der Aufgabe eines Fachberaters betraut – hat mit seiner offenen und „warmherzigen“ Art nicht nur den evangelischen Religionsunterricht, sondern auch das Klima im Kollegium stets bereichert. Bei seinem letzten Schulgottesdienst vor den Sommerferien verabschiedete sich Herr Merkle von der Schülerschaft und konnte an dem anhaltenden Applaus hören, dass die Schüler ihn nicht gerne ziehen ließen.
OStR Ulrich von Frantzius zählte – wie Herr Brunner in seiner Abschiedsrede deutlich machte – zum „Urgestein“ des Neuenbürger Kollegiums. Als er 1975 anfing am Gymnasium zu unterrichten, lagen manche „Teile“ des heutigen Kollegiums wohl noch in den Windeln. Auf gewissenhafte Weise füllte er die Fächer Erdkunde bzw. Geographie und Englisch mit Inhalt und Leben und ließ sich auch von persönlichen Schicksalsschlägen nicht umwerfen. Beiden Kollegen wünschen wir an dieser Stelle noch einmal alles Gute für einen „erfüllten“ und angenehmen Ruhestand!

[Bild: Frau Czastka]

Am 5. Oktober kam es zu einer weiteren feierlichen Abschiedsstunde im Gymnasium, und dieses Mal verabschiedete sich mit Frau Czastka sozusagen ein „Herzstück“ der Schule. 22 Jahre lang liefen bei „unserer“ Sekretärin Gisela Czastka die „Fäden“ von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitung zusammen, und dass sie dabei nie die Freundlichkeit und Ruhe verlor, zeichnete sie in besonderer Weise aus. Bei der Feierstunde wurde Frau Czastkas Zuverlässigkeit und Engagement von Bürgermeister Martin gewürdigt; außerdem wendeten sich Herr Brunner, die ehemaligen Schulleiter Herr Dr. Heidt und Herr Baumann, der einstige stellvertretende Schulleiter Herr Gentner, die Vorsitzende des Freundeskreises Frau Zoller-Litschka, die Vorsitzende des Elternbeirates Frau Steimbach sowie Herr Heil im Namen des Personalrats der Schule mit teils humorvoll vorgetragenen und stets aufrichtig empfundenen Dankesworten an Frau Czastka.
Bleiben Sie weiter so gesund und munter, Frau Czastka, und genießen sie die etwas ruhigere Gangart im Ruhestand! Wir hoffen, dass alle hier genannten „Ehemaligen“ den Kontakt zur Schule nicht abreißen lassen!

... und Neubeginn

Das Schuljahr begann auf feierliche Weise mit der Amtseinführung von Herrn Brunner. Hatte Herr Brunner schon ein Schuljahr lang die Geschäfte des Gymnasiums geführt, so erhielt er nun auch die offiziellen „Weihen“. Die Feierstunde im Foyer des Gymnasiums am 14. September, schwungvoll eingeleitet und beendet durch die Schüler-Bigband unter Leitung von Herrn Dörpholz, begann mit einer Begrüßung durch den Stellvertretenden Schulleiter Herrn Henne. Herr Regierungsschuldirektor Reuter und Herr Bürgermeister Martin hielten die ersten Ansprachen, es folgten Grußworte von Herrn Zimmerling (Schuldekan), Frau Steimbach (Vorsitzende des Elternbeirats), Frau Zoller-Litschka (Vorsitzende des Freundeskreises) und Claas Augner (Schülersprecher). Im Namen der Lehrerkollegen sprachen dann Herr Dr. Paeffgen (Vorsitzender der Direktorenvereinigung Nordbaden), Herr Rudolf (Schulleiter der Schlossbergschule) und Herr Lotz (Vorsitzender des Örtlichen Personalrats). Die Ansprachen wurden umrahmt durch feine musikalische Darbietungen an Violine, Violoncello und Klavier, vorgetragen von Frau Bolay, Frau Hilke, Herrn Winkler, Herrn Hampel und Herrn Hankele. In seinem Schlusswort bedankte sich Herr Brunner für die guten Wünsche und zeigte sich zuversichtlich, die kommenden Aufgaben mit den Kollegen, Eltern und Schülern bewältigen zu können.

[Bild: Frau Dittus]

Ein reibungsloser Wechsel im Sekretariat deutete sich schon an, als Frau Czastka in ihren letzten Arbeitswochen Frau Dittus als neue Sekretärin in die vielfältigen Aufgaben in unserer „Schulzentrale“ einwies. Zusammen mit Frau Fretz führt Frau Dittus, zuvor als Sekretärin und Sachbearbeiterin einer Betriebskrankenkasse tätig, nun schon nach kurzer Zeit auf gekonnte Weise alle Geschäfte des Sekretariats und gilt bei Schülern, Eltern und Lehrern schon längst als „vertrautes Gesicht“ im Gymnasium Neuenbürg. Erfreulich ist auch, dass mit der Stadt längere Öffnungszeiten des Sekretariats (durchgehend von 7 bis 16 Uhr) vereinbart werden konnten.

Einführungswoche

Für die Fünftklässler begann die erste Schulwoche am Gymnasium in diesem Jahr auf etwas andere Weise. Die Klassenlehrerinnen Frau Haug, Frau Klug, Frau Kolakowski und Frau Seyfried hatten gemeinsam den Ablauf der ersten Schultage abgesprochen und dabei viel Wert darauf gelegt, dass die neuen Schüler/-innen den Übergang auf das Gymnasium nicht so abrupt empfinden. Angefangen von einer persönlichen Begrüßung jedes einzelnen Schülers nahmen sich die Klassenlehrerinnen und die Co-Klassenlehrer viel Zeit für ein intensives Kennenlernen. Auch wurden die Erwartungen und Ängste der Schüler thematisiert. Die Schüler, die natürlich auch gespannt waren auf ihre neuen Fächer, wurden in einzelnen Stunden bereits von ihren neuen Fachlehrern empfangen.

Aus dem Schulleben

Gesprächskreis Grundschule–Gymnasium

[Bild: Gesprächskreis Grundschule–Gymnasium]

Am 22. November 2007 fand am Gymnasium Neuenbürg turnusgemäß der siebte Gesprächskreis Grundschule-Gymnasium statt. Die Resonanz auf die Einladung war überaus groß, denn alle Grundschulen im Einzugsbereich des Gymnasiums waren bei der Veranstaltung vertreten ebenso wie viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Hause.
Nach der Begrüßung durch den Schulleiter des Gymnasiums Herrn Brunner, der die Bedeutung der Grundschulkooperation hervorhob, wurden unter der Moderation von Herrn Rohr (Englisch), Frau Lasch (Deutsch) und Frau Timm (Mathematik) zunächst allgemeine Themen besprochen wie z.B. Erfahrungen mit den neuen Fünftklässlern, die zum ersten Mal mit vier Jahren Grundschulenglisch bei uns sind und evtl. Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern auf dem Hintergrund der erteilten Gymnasialempfehlungen. Dazu konnten die Fachlehrerinnen und die Klassenlehrerinnen der Klassen 5 viel aufschlussreiche Informationen beitragen.
Im Hinblick auf die einzelnen Fächer standen viele Themen im Zusammenhang mit G8 im Mittelpunkt der Diskussionen, wie z. B. Vokabelarbeit, die Bedeutung der Schriftlichkeit im Englischunterricht u.ä. In einer längeren Arbeitsphase wurde das vorläufige Methodencurriculum des Gymnasiums Neuenbürg vorgestellt und insbesondere in Bezug auf die Fächer Deutsch und Englisch diskutiert. Die Grundschulen konnten ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen, sodass auch im Bereich Methodik ein nahtloser Übergang Grundschule-Gymnasium stattfinden kann.
Abschließend wurden Hospitationstermine ausgemacht, bei denen die Grundschulen Englischunterricht am Gymnasium anschauen können. Wir selbst durften bereits an Grundschulen hospitieren. Im Fach Deutsch gehen die Bemühungen in die gleiche Richtung. • W. Rohr

Ungarn-Austausch

Am diesjährigen Schüleraustausch vom 04. – 11. 10. 2007 zwischen der Pannonia-Schule in Budapest und dem Gymnasium Neuenbürg nahmen von deutscher Seite 15 Schülerinnen und Schüler sowie 2 begleitende Lehrer, Frau Mayer und Herr Lotz, teil. Da Frau Mayer aus familiären Gründen vorzeitig abreisen musste, reiste Frau Timm nach Budapest nach um das Lehrerteam wieder zu komplettieren.
Auf die Schüler/-innen wartete ein ebenso abwechslungsreiches wie interessantes Programm, bei dem sie intensive Eindrücke von der Budapester Lebenswelt, der ungarischen Geschichte und dem Schulleben an der Pannonia-Schule sammeln konnten. Die Teilnahme am hervorragenden bilingualen Unterricht in der deutschen Abteilung der Partnerschule, die Führung durch das Budaer Burgviertel, der Besuch des Parlamentsgebäudes sowie des Tropicariums (eines riesigen Aquariums und Terrariums), der Ausflug in das malerische Städtchen Szentendre waren nur einige „Highlights“ des Programms, das noch genügend Raum ließ, die große Gastfreundschaft der ungarischen Gastfamilien zu genießen.
Durch den vorherigen Hinbesuch der ungarischen Schülerinnen und Schüler und ihrer Begleitlehrerinnen Frau Anna Pazmandi und Frau Krisztina Mojzes in Neuenbürg Ende März 2007 ist die diesjährige Runde unseres deutsch-ungarischen Schüleraustausches hiermit zum Abschluss gebracht worden. Bewerbungen für die kommende Austauschrunde sind bald wieder möglich (Aushang beachten!).

Theater AG

[Bild: Woyzeck 2007]

„Woyzeck 2007 – oder: Kehr dein Innerstes nach außen. Es ist Showtime, Baby!“ – Die Theater AG des Gymnasiums lockte wieder einmal mit Außergewöhnlichem. Nach zwei ersten Inszenierungen im Juli 2007 lud das junge Ensemble am 20./21. Oktober erneut ein, diesmal in den Gewölbekeller des Neuenbürger Schlosses. Auf die Bühne gebracht wurde ein kurzweiliges und zugleich nachdenklich stimmendes Stück, das einen Bogen spannte von der sozialen Demütigung eines „Woyzeck“ hin zu den Erniedrigungen, denen sich die Kandidaten von aktuellen TV-Reality-Shows freiwillig unterwerfen. Die offen Form des Büchner’schen Dramenfragmentes erlaubte es, in die lose Szenenfolge die Bilder einer TV-Show der heutigen medialen Wohlstandsgesellschaft einzufügen. Herr Dr. Huber als Leiter der Theaterwerkstatt und Frau Finter als Leiterin der Backstage AG konnten mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Die Schüler/-innen auf und hinter der Bühne trugen mit ihrem großen Engagement dazu bei, dass das Publikum einen hervorragenden Theaterabend genießen konnte. Die gute Zusammenarbeit mit dem Schloss soll auch für künftige Produktionen der Theater AG genutzt werden.

Autorenlesung

[Bild: Autorenlesung]

„Die Höhle der Weißen Wölfin“ – mit diesem Buch führte die Autorin Gabriele Beyerlein bei ihrer Lesung im Gymnasium am 25. Oktober die Schüler/-innen der sechsten Klassen zurück in die Steinzeit. Sowohl das Thema des Buches – das Erwachsenwerden der jungen Heldin Tamoa und damit verbundene Einweihungsprüfungen – als auch der aus dem Geschichtsunterricht vertraute Blick zurück in die Frühgeschichte waren gute Anknüpfungspunkte für die Schüler. Gegenüber Frau Drescher, die die Lesung organisiert hatte, bestätigte Frau Beyerlein, dass sie die Schüler bei Lesung und Fragerunde konzentriert und gleichzeitig aufgeweckt erlebt habe. Dies ist sicherlich auch auf die gute Vorbereitung durch die Deutschlehrer/-innen Frau Hammer, Herr Merz, Frau Eigner und Herr Haun zurückzuführen, die den Schülern im Vorfeld Bücher der Autorin und thematisch passende Sachbücher und Romane näher gebracht haben. Diese Möglichkeit ergab sich durch eine sehr gute Kooperation der Stadtbücherei Neuenbürg, die der Schule eine Bücherkiste mit entsprechenden Titeln zur Verfügung gestellt hatte. Die Lesung wurde finanziell unterstützt vom Friedrich-Bödecker-Kreis, dem Regierungspräsidium Karlsruhe und dem Freundeskreis der Schule.

Vorlesewettbewerb

Auch dieses Jahr beteiligt sich unsere Schule wieder im Rahmen der Leseförderung am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Im Laufe des Novembers wurde in unseren sechsten Klassen eifrig vorgelesen und auf diese Weise die jeweiligen Klassensieger/-innen ermittelt (Olivia Amon/6a, Annika Bode/6b, Rouven Ketzer/6c, Anna Jauch/6d). Am Montag, dem 10. Dezember, lasen die Klassensieger dann vor der Jury der Deutschlehrer/-innen um den Platz des Schulsiegers. Neben einem selbst gewählten und vorbereiteten Text mussten alle auch einen Abschnitt aus einem fremden Text vortragen. Am überzeugendsten gelang das Rouven Ketzer, der unsere Schule nun im neuen Jahr beim Wettbewerb auf Kreisebene im Landratsamt Pforzheim vertreten wird. Wir gratulieren ihm herzlich und drücken ihm die Daumen fürs Weiterkommen! Alle Klassensieger – und damit natürlich auch der Schulsieger – erhielten einen Buchpreis für ihren Einsatz. • G. Merz

Ein „Blick in die Welt“

„Gerechtigkeit – jetzt und für alle Zeiten!“ – das Wort des Propheten Jesaja behält als Forderung im 21. Jahrhundert unvermindert seine Gültigkeit. Es ist nicht nur das Motto der diesjährigen Adveniat – Aktion der Katholischen Kirche, sondern der Begriff der „Gerechtigkeit“ war auch Thema des ersten Kurshalbjahres Katholische Religion in Klasse 13 am Gymnasium Neuenbürg. Da sich der Begriff der Gerechtigkeit nur schwer positiv definieren lässt, sondern sich vielmehr über die Erfahrung von Ungerechtigkeit erschließt, lud Religionslehrerin Edith Drescher einen Gast in den Unterricht ein, der aus eigener Anschauung von ungerechten Lebensbedingungen erzählen konnte: Ihre Tochter Corinna hatte nach dem Abitur ein Jahr lang im bolivianischen Cochabamba gelebt, wo sie in einer Herberge für Mädchen im Jugendalter, die nach einer schweren Vergangenheit wieder Boden unter den Füßen gewinnen sollen, gearbeitet hat. Davon konnte sie den elf Kursteilnehmerinnen und –teilnehmern anhand vieler eindrucksvoller Fotos berichten.
Im Rahmen der Bildungsplaneinheit „Sterben – Tod – Auferstehung“ im evangelischen Religionsunterricht hatten Herr Trautwein und die Schülerinnen und Schüler der 10d am 19. November Besuch von Frau Heidi Kunz, der Einsatzleiterin des Hospizdienstes im westlichen Enzkreis. Der Hospizdienst begleitet sterbende Menschen und deren Angehörige. Frau Kunz berichtete sehr einfühlsam von der Bedeutung ihrer Arbeit für die Sterbenden und deren Angehörigen, aber auch von den Herausforderungen dieses Dienstes für die Mitarbeitenden. Sehr offen und authentisch beantwortete Frau Kunz die Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler. • T. Trautwein

SMV

Die SMV startete wie gewohnt aktiv in das neue Schuljahr. Auf der traditionellen Schülervollversammlung am 27. September in der Stadthalle konnte Claas Augner einen Rückblick auf zahlreiche SMV-Aktivitäten geben. Im Anschluss stellten sich die neuen Schülersprecher und Verbindungslehrer vor, die anschließend im Schülerrat von den Klassensprecher/-innen gewählt wurden. Steffen Schmid, Dorothea Gentner, Markus Ortlieb, Anna-Lena Weckesser und Fabian Weiler (alle Jahrgangsstufe 11) heißen die neuen Schülersprecher/-innen. Als neues Team der Verbindungslehrer gehen Frau Stoll-Flemming und Herr Robisch „an den Start“. Wir wünschen allen „Neuen“ viel Erfolg bei den kommenden Aufgaben und Aktivitäten!

Auf Einladung des bisherigen Schülersprechers Claas Augner trafen sich am 7. November Schülersprecher und Verbindungslehrer des Enzkreises zur BAG-Sitzung (Bezirks-Arbeitsgemeinschaft) im Gymnasium Neuenbürg. Geleitet wurde die Sitzung von dem neuen SMV-Beauftragten Herrn Heckmann. Nebst organisatorischen Fragen wurde vor allem über mögliche Veranstaltungen diskutiert. Unsere SMV konnte auf das erfolgreich durchgeführte Rock-Konzert „Forrest Jump“ verweisen und eine Neuauflage in Aussicht stellen. Außerdem ist ein Film-Festival mit selbstgedrehten Filmen geplant. • Steffen Schmid

Am 23. November fand das alljährliche SMV-Seminar statt, diesmal an unserer eigenen Schule. Die insgesamt etwa 30 Schüler planten in Kleingruppen zahlreiche Projekte, die im Laufe dieses Schuljahres stattfinden sollen: ein Sommerfest mit Spendenlauf und Quizshow, eine Hot-Dog-Ausgabe an die Zehntklässler nach der Zentralen Klassenarbeit, das Rockkonzert "Forest Jump", einen Wintertanzball mit Crashkurs und noch vieles mehr. Frau Stoll-Flemming und Herr Robisch waren als Verbindungslehrer die kompletten 28 Stunden des Seminars anwesend und Herr Robisch sorgte für ein leckeres selbstgekochtes Mittagessen. Es blieb auch noch genügend Zeit für einen sehr interessanten Vortrag von Frau Stoll-Flemming über die Kerala-Hilfe. Dies spornte die Schülersprecher dazu an, die einzelnen Klassen dazu zu ermutigen selbst eine Patenschaft zu übernehmen. Gegen 12.00 Uhr am nächsten Tag war das sehr erfolgreiche SMV-Seminar 2007 zu Ende. Wir danken den Schülersprechern, sowie Frau Stoll-Flemming und Herrn Robisch für die produktive Zusammenarbeit! • Lena Buderer

Was sonst noch geschah:

Erlebnisbauernhof: In der zweiten Schulwoche fuhr die Klasse 6c zusammen mit Frau Eigner und Herrn Yousfi auf den Erlebnisbauernhof „Sonnenhof“ bei Ludwigsburg. Bei diesem etwas anderen Schullandheimaufenthalt hatten die Schüler viel Spaß beim Reiten, im Stroh toben, Tiere versorgen, Stall ausmisten, Backen, Kochen, Grillen, Traktor fahren u.v.m. Die Schüler/-innen würden am liebsten bald wieder hinfahren. (Sponsoren gesucht !)

Studienfahrten: Die Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 13 unternahmen vom 21.9. – 28.9.2007 ihre Studienfahrten. Begleitet von Frau Drescher, Herrn Herfurth und Herrn Rieck brachen die Klassen 13c und 13d in Richtung Rom und Sorrent auf, während die 13a und 13b zusammen mit Herrn Heil, Frau Nava und Herrn Schlasza Dublin ansteuerten.

„The Cold Heart“: Besucher des Schlosses können sich künftig das bekannte Märchen „Das kalte Herz“ auch in der Weltsprache Englisch anhören. Die Schülerinnen Tanja und Melanie Hügel, Annika Kern und Jessica Traub haben zusammen mit den Englischlehrern Susanne Nava und Wolfgang Heil den Text des Märchens ins Englische übersetzt.

Verkehrserziehung: Am Freitag, dem 5. Oktober, erhielten Schüler/-innen der fünften Klassen einige anschauliche Eindrücke von den Gefahren im Straßenverkehr. Der Verkehrserziehungsdienst der Polizei erwartete die Schüler/-innen auf dem Parkplatz an der Stadthalle und führte ihnen anhand einiger Simulationen insbesondere die Gefahren vor Augen, die aus einer Unterschätzung von Reaktions- und Bremswegen entstehen können. Die alljährlich stattfindende Verkehrserziehung wird von Frau Klug organisiert.

Schule und Zeitung: Die Schüler/-innen der Klasse 10c haben sich im Rahmen eines Zeitungsprojektes als Lokaljournalisten betätigt und konnten – betreut von Redakteur Christoph Holbein und Deutschlehrerin Frau Schmitting – mit ihren Artikeln den Lokalteil des „Enztäler“ vom 8. Oktober gestalten.

Kollegenausflug: Der diesjährige Kollegenausflug am Freitag, dem 19. Oktober, führte nach Eppingen im Kraichgau. Dort standen eine Führung durch die historische Fachwerkstadt, ein Besuch der „Alten Universität“ oder eine Führung durch die Brauerei Palmbräu auf dem Programm. Einen schönen Ausklang fand der Ausflug, dem sich wieder einige „Ehemalige“ angeschlossen hatten, im Restaurant „Kanne“ in Königsbach/Stein. Für einen reibungslosen Ablauf des Tages und das traditionell köstliche Picknick hatte der Personalrat bestens gesorgt.

Methodentag: Eine Präsentation vorbereiten und durchführen – das stand auf dem Programm des Methodentages in den siebten Klassen am 5. und 7. November. Angeleitet von Frau Milewski und Frau Rupf wurden die Schüler/-innen an einem Schulvormittag systematisch an die Anforderungen künftiger „GFS“ und Präsentationsprüfungen herangeführt.

Volkstrauertag: Der diesjährige Volkstrauertag am 18. November wurde von den Schülerinnen Alena Gratzer, Annika Kern und Beatrix Sarbacher aus dem Neigungskurs Geschichte (Hr. Schlasza) mitgestaltet.

Fußballturniere: Der Sportausschuss (Cornelius Bott, Jonas Kruschel, Jared Maisenbacher, Max Schneider, Ulrich Zink) blickt auf zwei erfolgreich durchgeführte Fußballturniere für die Klassen 5+6 und 7+8 zurück.

Altes Ägypten: Die Klassen 6a, 6c und 6d (Hr. Friedrich, Fr. Rether) besuchten im Rahmen des Geschichtsunterrichtes die Sonderausstellung des Badischen Landesmuseums „Schönheit im alten Ägypten“ im Karlsruher Schloss.

Unsere „Neuen“

Herr StAss Hanisch (M, Ph)

[Bild: Herr StAss Hanisch]

Aufgewachsen bin ich in Ersingen. Nach meinem Abitur am Gymnasium Königsbach habe ich in Karlsruhe Mathematik studiert. Während meines Referendariats am Seminar Esslingen verschlug es mich – mit den Ausbildungsschulen Eislingen/Fils und Schwäbisch Gmünd – tief ins Schwäbische. Jetzt wohne ich in Neuenbürg und habe den kürzest möglichen Schulweg.
Schon während des Studiums habe ich viele Jahre Schach-AGs an verschiedenen Schulen gehalten. So möchte ich nun versuchen unsere Schule als Schulschachhochburg weiter auszubauen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit SchülerInnen, KollegInnen und Eltern in Neuenbürg.

Herr StAss Höger (Span., Geogr., Franz.)

[Bild: Herr StAss Höger]

Nach meiner Schulzeit am Melanchthon-Gymnasium in Bretten, studierte ich in Freiburg Geographie, Spanisch und Französisch auf Lehramt und Magister. Im Rahmen des Studiums waren für mich dabei ein Auslandsaufenthalt als Fremdsprachenassistent in der Bretagne und ein Praktikum bei einer Jugendorganisation in Argentinien und Paraguay prägend.
Zurück aus Südamerika führte mich das Referendariat wieder in die Region Karlsruhe, wo ich zunächst am Tulla-Gymnasium in Rastatt, dann am Hebel-Gymnasium Pforzheim unterrichtete. Jetzt bin ich im ersten Jahr nach dem Referendariat weiterhin am Hebel-Gymnasium Pforzheim und hier am Gymnasium Neuenbürg, an das ich für Spanisch abgeordnet wurde. Über die offene Atmosphäre und die freundliche Aufnahme am Gymnasium Neuenbürg freue ich mich sehr.

Frau StR’in Hörrmann (L, ev. Rel.)

[Bild: Frau StR’in Hörrmann]

Als Mutter zweier Töchter habe ich das Gymnasium Neuenbürg und seine vielfältigen Angebote kennen und schätzen gelernt. Deshalb half ich in den vergangenen vier Jahren auch gerne mit einigen Latein- und Religionsstunden aus. Zu diesem Schuljahr konnte ich ganz vom Hilda-Gymnasium in Pforzheim nach Neuenbürg wechseln. Neben dem kürzeren Schulweg genieße ich nun die schön gelegene, gepflegte Schule und das Unterrichten in einer guten Atmosphäre.

Frau StAss Stoll-Flemming (D, E)

[Bild: Frau StAss Stoll-Flemming]

Geboren wurde ich in Calw, den Großteil meiner Schulzeit verbrachte ich in Mannheim. Nach Abschluss des Abiturs arbeitete und reiste ich drei Jahre durch Asien, Australien und Neuseeland. Zurück in Deutschland studierte ich Anglistik, Germanistik und Waldorfpädagogik und unterrichtete anschließend an Waldorfschulen in Neuseeland und Deutschland. Nach meiner Weiterbildung zur Gymnasiallehrerin vor einigen Jahren – ein Jahr davon am Gymnasium Neuenbürg – freue ich mich nun, wieder hier zu unterrichten.

Herr Pfarrer Trautwein (ev. Rel.)

[Bild: Herr Pfarrer Trautwein]

Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder. Nach dem Studium der Evang. Theologie und Psychologie in Erlangen, Jerusalem/Israel, Lexington, KY/USA und Tübingen war ich Vikar in Münsingen und dann fünf Jahre lang Pfarrer in Neuenbürg und Waldrennach. Seit diesem Schuljahr bin ich nun ganz im Schuldienst und freue mich über die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.

Herr Pfarrer Maile (ev. Rel.)

[Bild: Herr Pfarrer Maile]

Ich bin Pfarrer Georg A. Maile und wohne mit meiner Familie in Ottenhausen. Studiert habe ich in Münster, Basel und Tübingen und nach dem Studium war ich für die Basler Mission drei Monate in INDONESIEN tätig. Kulturell engagiere ich mich beim Zentrum für Weltkulturen, AFRIKA-Präsenz e.V. und bin jährlich beim großen Gospelfestival im Enzauenpark mit dabei. Neben meinem Beruf als Pfarrer und Lehrer bin ich Beiratsmitglied im Ökumenischen Forum Neuenbürg und Vorsitzender des Leitungskreises für evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk. Mir gefällt es, wenn Schülerinnen und Schüler engagiert im Unterricht mitmachen. Gerne weise ich auf folgende Tatsache hin: Non scholae, sed vitae discimus, nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. So soll es sein, so ist es gut!

Herr Pfarrer Hilke (ev. Rel.)

[Bild: Herr Pfarrer Hilke]

Gestatten, mein Name ist Hilke, Hartmut Hilke. Als Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) habe ich die Lizenz zum Predigen, Sakramente verwalten und zur Leitung einer Gemeinde. Ich bin 45 Jahre, verheiratet, habe drei Kinder und bin seit September 2006 durch eine bischöfliche Dienstzuweisung auf dem EmK-Bezirk Neuenbürg gelandet. Im Gymnasium bin ich zur Tätigkeit des Religionslehrers gekommen wie – na ja, es ist ja die Vorweihnachtszeit – die „Jungfrau zum Kind“...

Wir freuen uns, dass Frau Finter (D, BK) nach ihrem Referendariat als Studienassessorin an unserer Schule geblieben ist.

Ebenso begrüßen wir Frau Hafner (M, F), die nach der Geburt ihres Sohnes im vergangenen Schuljahr pausiert hat und nun zurückgekehrt ist.

Frau ORef Bieg (Ch, Sp/w)

[Bild: Frau ORef Bieg]

Ich heiße Katrin Bieg und wurde am 25.04.1980 in Stuttgart geboren. Nach 19 Jahren, die ich in Kirchheim unter Teck verbracht habe, zog ich wiederum nach Stuttgart um dort Chemie und Sport zu studieren. Im Frühjahr 2006 beendete ich erfolgreich mein Studium und bewarb mich am Seminar Karlsruhe für den Schuldienst. Das erste Jahr meines Referendariats durfte ich in Bretten am Melanchthon – Gymnasium absolvieren und freue mich jetzt, dass ich im zweiten Jahr am Gymnasium in Neuenbürg gelandet bin.

Frau ORef Ritz (G, Gk, kath. Rel.)

[Bild: Frau ORef Ritz]

Geboren bin ich in Stuttgart, meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in Vörstetten, einem kleinen Dorf ganz in der Nähe von Freiburg. Als ich dann mein Abitur in der Tasche hatte, bin ich nach Freiburg in eine Wohngemeinschaft gezogen und habe ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Grundschule in Freiburg gemacht. Das Unterrichten hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich entschieden habe, Lehrerin zu werden. In Freiburg und in England (Durham) habe ich dann studiert. Nach meinem Studium hatte ich noch ein halbes Jahr Zeit bis zum Beginn des Referendariats. So habe ich meine Koffer gepackt und bin ein halbes Jahr durch Asien gereist, habe dort den Himalaya durchwandert, den Dschungel entdeckt, bin auf den Wellen von Bali gesurft und habe das leckere Essen in Indien genossen. Schließlich bin ich auf Eurer Schule gelandet und fühle mich hier jetzt sehr wohl.

Als Unterreferendarinnen arbeiten in diesem Schuljahr bei uns Frau Jasler (D, Gk) und Frau Klein (G, F).

Frau Dziekonski (E, L), Herr Neugebauer (M, Sp/m) und Herr Warzecha (BK) absolvier(t)en bei uns ihr Schulpraktikum.

[Bild: Adventskranz]

Der schönste im ganzen Land...

Dieses Prachtexemplar von Adventskranz fertigten in geduldiger Handarbeit Frau Haug und ihre Helferinnen und Helfer Frau Becker, Frau Stoll-Flemming, Herr Hanisch und viele Schülerinnen und Schüler, v.a. aus den Klassen 5a und 5d. Hierfür ein herzliches Dankeschön!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einige erholsame Tage und

[Bild: Frohe Weihnachten!]

Termine

Weihnachtsferien: Mo, 24.12.07 – Fr, 4.1.08
Zeugnisausgabe Jgst. 12, 13: Fr, 25.1.08
Kursvorstellung Jgst. 11: Di, 29.1.08
Wintersporttag Jgst. 5–10: Di, 29.1.08
Faschingsdisco Jgst. 5–7: Do, 31.1.08
Ausgabe Haja-Info: Fr, 1.2.08
Fastnachtsferien: Mo, 4.2.08 – Fr, 8.2.08
Elternsprechabend:Mo, 18.2.08, ab 17 Uhr