Schulgarten

Leitung: Hans Paul Eisenschmid

Der Schulgarten wird von verschiedenen Fächern genutzt: Biologie, Bildene Kunst, Religion, Deutsch u.a., vor allem auch an Projekttagen, Betreuung durch Lehrer und durch Schüler der Garten-AG.

[Foto: Schulgarten (Einblick)]

Mit zirka 600 m² ist er vermutlich einer der größten im Land. Er ist im Anschluss an die Projekttage 1989 (Leitung durch Lehrer J. Wunderlich) von Lehrer H. P. Eisenschmid konzipiert worden. Das Gelände war damals verwildert und ungenutzt. Einige Jahre zuvor war – quasi (im Nachhinein betrachtet) als ein Pilotprojekt – bei Projekttagen 1985 (Leitung durch Lehrer R. Haun, B. Weiler) ein Teich angelegt worden.

[Foto: Schulgarten (Winter)]
Der Schulgarten im Winter

Das Konzept des Schulgartens ist folgendes: eine große Wiesenfläche, die durch eine Wallhecke umgeben ist, in der hinteren Mitte ein Zentrum mit Beeten, Kompostbehältern, Kräuterpyramide, Gewächshaus, Hütte und – später hinzugefügt – einem Wildbienenstand. Da die vom Eingang aus gesehen rechte Seite – zum Sportplatz hin – einen Zaun hatte, wurde hier kein Wall errichtet. Diese Flanke wurde erst 2006 im Rahmen der Neugestaltung der Feuerwehrzufahrt neu modelliert und mit einem Holzzaun versehen. Dabei wurde auch ein Stückchen Wald in der Nähe des Teichs hinzugewonnen. Dieser Bereich befindet sich außerhalb der Hauptfläche.

Innerhalb des Gebietes sind verschiedene Biotope vorhanden: Teich mit Sumpfbeet, Feuchtwiesen, Hecken, Wald, Kalkmagerrasen mit Hügel und Trockenmauer, Ruderal-Bereich.
Die Wiesenflächen sind zwei feuchte, saure Wiesen links, vorne zur Benutzung, hinten ungestört (im Zwischenbereich wurde 2004 eine Wetterstation von Meteomedia errichtet) und rechts eine mit Kalk angereicherte Wiese, beim Teich eine schattige Feucht-Wiese...

[Foto: Schulgarten (Meteomedia)]
Einweihung der Wetterstation (2004)

Der Bewuchs der Hecke besteht vorwiegend aus einheimischen Gehölzen. Darunter sind verschiedene Wildrosen-Arten (z.B. Hundsrose, Hechtrose, Mairose, Weinrose, Rosa pimpinellifolia u.a.) und verschiedene Wildobst-Arten (z.B. Mispel, Wilde Zwetschge, Wildbirne, Wildapfel, Sanddorn, Schlehe, Vogelkirsche und Essbare Vogelbeere). Auch einige seltenere Sträucher sind vorhanden, z.B. Bocksdorn (Nachtschattengewächs), Wilder Goldregen (Schmetterlingsblütler), Buchsbaum, Alpen-Johannisbeere, Traubenkirsche (beide Arten) und Kirschlorbeer. Und an selteneren Bäumen kann man Stechpalme (Ilex), Esskastanie, Quitte, einen kleinen Ginkgo biloba, einen Amberbaum und einen Liriodendron tulipifera (Tulpenbaum) finden. An Koniferen sind Eibe, Wacholder, Thuja, Weißtanne, Koreatanne, Douglasie, Lärche und ein Urweltmammutbaum (Metasequoia glybtostroboides) vertreten.

[Foto: Schulgarten (Hütte)]
H. P. Eisenschmid beim Bau der Gartenhütte (2006)

In Kürze einige Daten zur Entstehungsgeschichte:

  • 1985: Teich (Projekttage)
  • 1989: Konzeption eines Schulgartens (Projekttage)
  • 1990: Genehmigung durch Gemeinderatsbeschluss
  • 1991: Rodung, Planierung, Bepflanzung
  • 1993: Wildbienenstand
  • 1994: Kräuterpyramide (bei Projekttagen 1993 begonnen)
  • 1995: Einweihung mit Vortrag von H. Lotz („Der Schulgarten als Soziale Plastik“)
  • 1996: Teilnahme „mit Erfolg“ am 1. Schulgarten-Wettbewerb
  • 1997: Gestaltung des Eingangsbereichs, Gewächshaus
  • 2000: 3. Preis beim 2. Schulgarten-Wettbewerb
  • 2004: Wetterstation (Meteomedia AG)
  • 2006: Gartenhütte, Umgestaltung der Ostseite
  • 2007: Umzäunung, neuer Eingang