Schulinfo Juli 2006

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Aus dem Schulleben


 
Am Donnerstag, den 20. Juli stand hoher Besuch ins Haus: Unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Kultusbehörde, des Schulträgers, der Eltern- und Schülerschaft sowie des Kollegiums wurde Herr OStD Baumann in den Ruhestand verabschiedet. Herr Henne, der die festliche Feier organisiert hatte, begrüßte die Gäste und würdigte Herrn Baumann als „Brückenbauer“ in allen Bereichen des Schullebens, dessen Wissen und Erfahrung die Schule noch lange hätte brauchen können. Schulpräsident Herr Dr. Schnatterbeck vom Regierungspräsidium Karlsruhe (Bild unten) hob lobend die vielen positiven und außen­wirksamen Entwicklungen hervor, die in unse­rem Gymnasium während der 15jährigen Amtszeit von Herrn Baumann möglich waren. Dies sei nicht zuletzt ein Verdienst der Füh­rungsqualitäten Herrn Baumanns, der Initiati­ven nicht nur zuließ, sondern auch unter­stützte. Bürgermeister Herr Schaubel, der selbst kurz vor seinem Ruhestand steht, dankte Herrn Baumann für die langjährige gute Zu­sammenarbeit. Er forderte ihn auf, Neuenbürg auch weiterhin treu zu bleiben – es gäbe viele Aufga­ben für ihn. Für seine Verdienste überreichte er ihm die silberne Bürgermedaille der Stadt Neu­enbürg. Auch in den sich anschließenden Grußworten des Schuldekans Herrn Trick, des Vorsitzenden des Elternbeirats Herrn Jonait, der Vorsitzenden des Freundeskreises des Gymnasiums Frau Zoller-Litschka sowie der beiden Schülersprecherinnen Katharina Seraphin und Katrin Oelschläger wurde immer wieder der trockene Humor von Herrn Baumann, seine Konzilianz, seine ruhige, gelassene Art, aber auch seine an der Mathematik geschulten klaren und logisch exak­ten Denkstrukturen hervorgehoben. Und natürlich spielte jeder auf sein Hobby, das Bratschen-Spielen, an. Herr Dr. Paeffgen aus dem Vorstand der Direktorenvereinigung Nordbaden zollte Herrn Baumann Respekt für seine Geradlinigkeit und Ruhe in den Wogen der bildungs­politi­schen Reformen, wies aber auch darauf hin, dass sich Herr Bau­mann in den letzten Jahren von der Flut an Neuerungen nicht immer in seiner Arbeit als Schulleiter unterstützt fühlte. Zuletzt zeichnete der Personal­ratsvorsitzende Herr Lotz das „Portrait eines musikalischen Mathemati­kers als Schulleiter“ und dankte im Namen des Kollegiums für die 15 Jahre fruchtbare und konstruktive Führung unserer Schule. Für Ab­wechslung im Programm sorgten die Bigband des Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Dörpholz, ein Lehrerchor unter Leitung von Herrn Hankele sowie Herr Hampel und Herr Winkler, die zwei Kla­vierstücke zu vier Händen darboten. Herr Baumann dankte in sei­nem bewegenden Schlusswort mit einer „Liebeserklärung“ an das Gymnasium Neuenbürg. In der von ihm gewohnten Zurückhaltung endete er mit Anspielung auf die Grabinschrift von Willy Brandt: „Man hat sich bemüht“. Anschließend lud die Stadt Neuenbürg alle Gäste zu einem Imbiss auf die Sonnenter­rasse des Gymnasiums ein.

 



Abschied nehmen mussten wir auch von  85 Abiturientinnen und Abiturienten, die Ende Juni ihr Abgangszeugnis in den Händen hielten. Mit einem beachtlichen Schnitt von 2,3 liegen sie knapp über dem Landesschnitt, viermal gab des die Gesamtnote 1,0 (Andreas Bernecker, Kristina Geörg, Julia Hörrmann, Charlotte Dittus). Insgesamt 12 Absolventen haben einen Schnitt von 1,5 oder besser, nie­mand ist durchgefallen. Nochmals herzlichen Glückwunsch zu diesem beachtlichen Erfolg! Etwas getrübt wurde die Freude über den Erfolg durch einige verbale bzw. inhaltliche „Ausrutscher“ in der Abiturzeitung. Beeinträchtigt davon war auch die Abiturfeier am 23.6. in der Stadthalle. Nach einer schwungvollen Eröffnung durch Katharina Schedler und Charlotte Dittus am Klavier folgte diesmal zunächst die Abiturrede der Abiturienten, gehalten von Andreas Bernecker. Neben einigen Paralleli­sierungen der Gymnasialzeit mit der Weltgeschichte erörterte er die Frage, was wirklich guten Unter­richt ausmache. Ausdrücklich bedauerte er die „Entgleisungen“ in der Abiturzeitung und dankte dem Kollegium für die schöne Zeit an der Schule und die Unterstützung beim Abitur. Herr Baumann lobte in seiner anschließenden Rede die Ergebnisse der Abiturien­ten und Abiturientinnen, zitierte aber auch aus Reuchlins satirischer Rede über das „Elend der Lehrer“. Er appellierte an die Schulabgänger, aus ihrem Leben etwas zu machen, mit ihren Pfun­den zu wuchern, Verant­wortung zu übernehmen, aber auch Anstand und Würde zu wahren. Anschließend überreichte er die Abiturzeug­nisse. Herr Dr. Lenzinger gratulierte als stellvertretender Bürgermeister dem Abiturjahrgang im Na­men der Stadt Neuenbürg und ermutigte dazu, die Zukunftsträume auch in die Tat umzusetzen. Dann überreichte er den Marie-Luise-Heise-Preis (Andreas Bernecker, Julia Hörrmann, Kristina Geörg, Charlotte Dittus) sowie die Preise der Stadt Neu­enbürg für Hilfsbereitschaft und  besondere Kameradschaft (Sonja Witschke, Jennifer Warzecha), zudem einen Scheck der Stadt als Kostenzuschuss für die Abiturfeier. Frau Eppinger verlieh die Preise des Freundeskreises für besonderes Engagement an der Schule (Andreas Bernecker, Julia Hörrmann). Es schloss sich die Verleihung der Schul- und Fachpreise an. Mit einem weiteren Klaviervortrag endete der offizielle Teil der Feier. Nach dem festlichen Buffet, ausgerichtet durch die Jahrgangsstufe 12 und musikalisch umrahmt von der Bigband des Musikvereins Neuenbürg, folgte der inoffizielle Teil der Abiturfeier mit Abifilm, Abitanz sowie Danksagungen der einzelnen Kurse an ihre Fachlehrerinnen und Fachlehrer.
Mit einiger Verspätung und schon von (fast) niemandem mehr erwartet folgte dann noch am Mitt­woch, den 28.6. der Abischerz. In Anlehnung an die Aktionen des Künstlerehepaars Christo war schon frühmorgens die Schulhoffassade des Schulhauses in Folie verhüllt. Während der 3. Unterrichtsstunde nahte dann der Zug der „Götter“ und sorgte dafür, dass spätestens ab der großen Pause (fast) kein Unterricht mehr möglich war.

 


Zum Schuljahresende steht auch die Verabschiedung einiger Kolleginnen und Kollegen an. So geht Frau Pabst in den wohlverdienten Ruhestand. Sie unterrichtete seit 1980 an unserer Schule die Fä­cher Englisch, Französisch und Gemeinschaftskunde. Davor war sie Lehrerin in Lahr, Freiburg und – nach 5-jähriger Kinderpause – in Stuttgart. Ihr Interesse für fremde Länder zeigte sich u.a. in der Leitung zahlreicher Studienfahrten sowie der Mitorganisation des England- und Frankreich-Schüleraustauschs an unserer Schule. Daneben engagierte sie sich im Förderkreis des Schlosses Neuenbürg sowie im Gemeinderat. Auch dieser Einsatz kam unserer Schule zugute. Frau Pabst wird nun Neuenbürg verlassen und mit ihrem Mann nach Freiburg ziehen.
Auch Herr Winkler wird uns zum Ende dieses Schuljahres verlassen. Er unterrichtete seit 1990 an unserer Schule und war zuvor 18 Jahre Lehrer am Progymnasium in Wildbad. Aufgrund des großen Bedarfs an Musikunterricht konnte er in den letzten Jahren sein zweites Fach Deutsch kaum mehr unterrichten. Herr Winkler war ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens an unserer Schule. Ein besonderes Anliegen waren ihm die Orchesterkonzerte an unserer Schule, bei denen er auch im­mer wieder begabten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gab, solistisch aufzutreten. Daneben übte er insbesondere mit der Unterstufe zahlreiche Singspiele und zuletzt auch Musicals ein. In den letzten Jahren hat er zudem seine Ader für das Theater entdeckt. Bei zahlreichen Aufführungen der Theater-AG und des Theaters im Schloss wirkte er als Pianist, Komponist und als Schauspieler mit. In dieser Funktion werden wir ihm auch sicherlich während seines Ruhestandes immer wieder begegnen können.
Beiden Kollegen danken wir für ihr Engagement an unserer Schule und wünschen ihnen eine wirklich stressfreie, aber erlebnisreiche Zukunft!
Verlassen wird uns auch Frau Fillinger, vielen auch noch unter ihrem Geburtsnamen Frau Prestel bekannt. Frau Fillinger unterrichtete drei Jahre lang die Fächer Latein und Französisch an unserer Schule. Zudem  war sie Fachbeauftragte für das Fach Latein. Um ihren langen Schulweg zu verkür­zen, wird sie ab dem kommenden Schuljahr am privaten Gymnasium St. Paulusheim in Bruchsal un­terrichten. Wir wünschen ihr dort einen guten Start und danken ihr für ihren engagierten Einsatz an unse­rer Schule.
Auch unsere Referendare Frau Dr. Zaiss, Herr Thomas und Frau Weinsdörfer werden unser Gymnasium wieder verlassen. Ihnen wünschen wir alles Gute für ihren weiteren Weg. Herr Hankele wird uns er­halten bleiben und im kommenden Schuljahr als Studienassessor bei uns weiterarbeiten.



Aufgrund der Vorverlagerung der Landschulheimfahrten von Klasse 7 auf Klasse 6 im Rahmen von G8 gibt es in diesem Jahr von einer Fülle von Fahrten zu berichten. In der ersten Maiwoche machten sich die Klassen 6a (Frau Fillinger, Herr Koch) sowie 6d (Herr Merz, Frau Eichler) auf die Reise nach Sin­gen/Hohentwiel, in der 2. Woche wurden sie von der Klasse 7d (Frau Mayer, Herr Robisch) abgelöst. Das phantastische Frühsommerwetter machte es möglich, die Angebotsfülle der Bodenseeregion so richtig aus­zunutzen. Auf dem Programm standen u.a. eine Stadt­rallye durch Singen, ein nächtlicher Besuch in der Sternwarte, ein Workshop im Hegaumuseum  und eine Besichtigung der Festungsruine auf dem Hohentwiel. Etwas weiter weg führten dann ein Besuch des Sealife-Centers in Konstanz, eine Schifffahrt auf dem Boden­see mit Besichtigung des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen und eine Gondelfahrt zur Adlerwarte auf den Pfänder, den Hausberg von Bregenz.
Die Klasse 6b (Frau Haug, Herr Yousfi) hatte schon die letzte April-Woche genutzt, um fünf Tage in Dahn im Pfälzer Wald zu verbringen. Auch hier gab es ein abwechslungsreiches Programm, bei­spielsweise ein Besuch im Biosphären-Haus in Fischbach samt Begehung des Baumwipfel-Pfads, eine Reise über die französische Grenze nach Wissembourg sowie eine abenteuerliche Burgenwanderung ohne Wanderkarte.
Die Klasse 7c (Herr Hummel, Frau Eichler) machte sich am 10. Juli auf den Weg nach Hallwangen bei Freudenstadt Auf ihrem Programm standen u.a. eine Wanderung zur Nagoldtalsperre sowie ein Besuch im Barfußpark und Silberbergwerk Dornstetten. Höhepunkt war sicherlich der Donnerstag, an dem ein Naturerlebnispädagoge mit der Klasse das Überleben in der Wildnis trainierte.

 

 
Eine sommerlich heiße Woche verbrachte die Klasse 7b (Herr Friedrich, Frau Matovinovic) vom 9. bis 14. Juli in der Jugendherberge Burg Schwaneck in Pullach/München. Neben einer geführten Stadterkundung in Münchens Alt­stadt und einem Ausflug an den Starnberger See besuchte die Klasse auch die Bavaria Filmstudios, wo sie sogar einen kleinen Film drehen durfte (Bild). Natürlich fehlte auch nicht ein Besuch im Deutschen Museum.
In der gleichen Woche weilte die Klasse 7e (Herr Sick­müller, Frau Wunderlich) in der nun schon altbewährten Jugendherberge Rothenburg ob der Tauber. Zu den Unter­nehmungen der Woche, die unter dem Gesamtthema „Mittelalter“ stand, gehörten u.a. eine nächtliche Stadtführung mit dem Nachtwächter, eine Fahrt nach Nürnberg und ein Besuch im Kriminalmuseum. Ein selbstgestalteter bunter  Abend rundete das Pro­gramm ab.

 


Praktische Erfahrungen mit der französischen Sprache sammelten auch in diesem Jahr wieder Schüle­rinnen und Schüler unserer 8. und 9. Klassen im Rahmen des Schüleraustauschs. Vom 8. bis 16. Juni waren die französischen Austauschschüler in Neuenbürg zu Gast. Auf dem kurzweiligen Programm, das Frau Kröger und Frau Pabst organisiert hatten, standen u.a. eine Einladung beim Bürgermeister mit Besuch des Schlossmuseums sowie ein Ausflug ins Ludwigsburger  Schloss. Im Gegenzug weilten dann un­sere Schülerinnen und Schüler vom 16. bis 23. Juni in Sainte-Maxime. Die ersten Tage lebten sie sich in ihren Gastfamilien ein, dann lernten sie das Collège Berty-Alb­recht, unsere Partnerschule, kennen. Abwechslung boten eine Fahrt nach St. Tropez, eine Einführung ins Windsur­fen sowie eine wunderschöne Strandwanderung. Natürlich stand auch ein Empfang beim Bürgermeister auf dem Programm (Bild). Insgesamt erlebten alle eine ereignisrei­che Woche. Wir hoffen, dass es diesen Schüleraustausch auch künftig noch geben wird, auch wenn Mme Paturet, die Deutschlehrerin des Collège und Organi­satorin des Austauschs auf französischer Seite, nun  in  den Ruhestand geht.

Wie schon seit vielen Jahren nahm unsere Schule auch dieses Jahr wieder an der Deutschen Um­welthilfesammlung, ausgeschrieben vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, teil. Über 80 Schüler und Schülerinnen, vorwiegend aus der Klassenstufe 6, folgten dem Aufruf von Herrn Koch und sammelten in 40 Sammelteams die stolze Summe von fast 3200 €. Diese Geld wird schwer­punktmäßig für lokale Naturschutzmaßnahmen und -projekte verwendet. Drei Teams unserer Schule gehörten zu den besten Sammelteams in Pforzheim und dem Enzkreis! Als kleine Anerkennung er­hielten Jessica Marbach, Antonia Leetz, Janine Vugrincic (alle Kl.6a), Helena Leucht, Stefanie Schmid (6c) und Helga Hense (6d) je einen CD-Gutschein. Herzlichen Glückwunsch hierzu und  ein Dankeschön an die weiteren Sammler und an alle Spender!

Einen Preis in Höhe von 400 € erhielt die Klasse 10a. Sie hat im internationalen Wettbewerb „Ma­thematik ohne Grenzen“ den 2. Platz im Bereich des Regierungspräsidiums Karlsruhe errungen. Innerhalb des Regierungsbezirks nahmen 383 Klassen mit insgesamt ca. 10 000 Schülern am Wettbe­werb teil. Die Preisverleihung fand am 22. Mai im Audimax der Universität Karlsruhe statt. Herzli­chen Glückwunsch!

 


Wie entsteht eigentlich eine Zeitung? Fachmännische Antworten auf diese Frage bekamen in der Woche vom 4. bis 7. Juli die Klassen 10a (Frau Glockzin), 10b (Herr Haun) und 10c (Frau Rothgerber) im Rahmen eines Zeitungsprojekts im Deutschunterricht. Am Dienstag führte der Redakteur Christoph Holbein vom „Enztäler“ die Klassen in die Grundlagen des Jour­nalismus ein. Er erklärte die verschiedenen Textarten und gab einen Einblick in den Aufbau der Zeitung. Danach wurden Gruppen eingeteilt, um in Ei­genarbeit zwei Seiten des „Enztälers“ zu gestalten. Die einzelnen Gruppen wurden individuell von Herrn Holbein betreut. An den folgenden Tagen besuchte jeweils eine Klasse die Redaktion des „Enztälers“. Dabei erhielten unsere Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den Alltag eines Journa­listen. Im Deutschunterricht wurden dann die Erfahrungen des Zeitungspro­jektes ausgetauscht und aufgearbeitet. Wir danken dem „Enztäler“ für sein Engagement sowie für die zur Verfügung gestellten Materialien.

Im Rahmen der Kooperation mit Grundschulen in unserem Einzugsbereich fanden am 30.6. und am 6.7. unter der organisatorischen Leitung von Herrn Rohr zwei Veranstaltungen statt, bei denen die Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen Gelegenheit hatten, beim Unterricht unserer fünften Klassen im Fach Englisch zu hospitieren. Diese Hospitationen stehen im Gesamtzusammenhang von Maßnahmen, die den Übergang der Grundschüler mit vierjähriger Erfahrung im Fach Englisch an die weiterführenden Schulen im Jahr 2007 möglichst reibungslos gestalten sollen. Im Herbst/Winter wer­den sich alle Schulen, die an den Hospitationen teilnahmen, zu einer Evaluationsrunde zusammenfin­den, um die gemachten Erfahrungen abzugleichen. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Baumann, konnten Vertreter fast aller zwölf Grundschulen den Unterricht der Kolleginnen und Kollegen Frau Eichler, Frau Flick, Frau Hoffmann und Herrn Bayer verfolgen. In einer anschließen­den Diskussionsrunde ließen alle Beteiligten die jeweiligen Stunden nochmals Revue passieren und konnten auf viele methodisch-didaktische Detailfragen eingehen. Beide Seiten – Grundschulen wie auch das Gymnasium Neuenbürg – begrüßen diesen weiteren Schritt der Öffnung der beiden Schular­ten.

 


Seminarkurspräsentationen einmal anders – in diesem Sinne stellten die Teilnehmer des Seminar­kurses „Verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen an unserer Schule“ (Leitung: Herr Koch, Herr Merz, Herr Yousfi) ihre Ergebnisse in einer abendfüllenden Veranstaltung am 28. Juni einem grö­ßeren Auditorium vor. Eingeladen, wenn auch nicht alle anwesend, waren Eltern, Schulleitung, Schulträger sowie der Hausmeister unserer Schule. In weitgehend professionell animierten Kurzvorträgen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Untersuchungsergeb­nisse und Verbesserungsvorschläge vor, beispiels­weise zu den Themen Schulhausbeleuchtung, Wärme­däm­mung, Wasserverbrauch, Reinigungsmittel oder Stromverbrauch durch PCs. Bei der großen Vielfalt an interessanten Themen und Vorschlägen gab es auch die Möglichkeit zu vertiefenden Rückfragen. Zudem hatten die Referenten kleine Ausstellungswände und – tische zu ihren Themen gestaltet.

Im Rahmen der Präsentationsprüfung des Seminarkurses Gender Studies (Leitung: Frau Lasch, Herr Heil und Herr Rohr) moderierten die Schülerinnen Fabienne Schlangen und Amelie Knebel am 17.Juli ein Schulcafe zum Thema Transidentität mit Gästen des Transtalks Karlsruhe. Diese Organi­sation bietet transidenten Personen die Möglichkeit zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen und Interes­sierten vorurteilsfreie Informationen. Als Gäste durften wir Frau Dr. Kaiser, die unter anderem die Selbsthilfegruppe leitet, Frau Klinger, die für die Homepage verantwortlich zeichnet, und Steven, ein neues Mitglied der Selbsthilfegruppe, begrüßen. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 bis 13 sowie Lehrer und Eltern folgten dem engagierten und offenen Gespräch mit großem Interesse und beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion. Die verschiedenen Aspekte des Themas Tran­sidentität wurden deutlich und anschaulich aufgezeigt, aber auch in ihrer emotionalen Komplexität beleuchtet. Die Veranstaltung konnte sicher dazu beitragen, ein Problembewusstsein zu schaffen und Vorurteile abzubauen.


Arbeitsgemeinschaften und Projekte

 


Eine Theater-Aufführung mit einer Klasse, die gar nicht mehr an unserer Schule ist – gibt es so etwas? Dass das Unmögliche möglich ist, bewies Herr Dr. Huber, der mit den Abiturienten seines Deutsch-Kurses Schil­lers „Kabale und Liebe“, eines der Abitur-Themen, auf die Bühne brachte. Die Zuschauer erlebten während der drei Aufführungen im ange­nehm temperierten Theater-Keller unserer Schule einen furiosen Abend ganz im Zeichen des Sturm-und-Drangs. Die imponierende Qualität der schauspielerischen Leistungen sämtlicher Mitspieler lässt durchaus die Frage zu, weshalb die meisten der Mitwirkenden nicht schon viel früher den Weg in die Theater-AG unserer Schule gefunden haben. Hervorzuhe­ben sind auch die originellen Einfälle der Inszenierung (Herr Huber), z.T. aus der Not heraus geboren, da immer wieder Darsteller kurz vor der Premiere ausfielen. So steigerte die Idee, den Hofmeister pantomimisch darstellen zu lassen und den Text von dem (verletzten) eigentlichen Darsteller lesen zu lassen, die Komik der Figur ins Unermessliche. Dank an alle Mitwirkenden, auch bei der Technik, Bühnenge­staltung und Maske, für diese gelungenen Abende. Und große Anerkennung für Herrn Dr. Huber, der trotz vielfacher Herausforderungen und Rückschläge dieses zeitintensive Projekt zur Verwirklichung gebracht hat. „Kabale und Liebe“ zumindest wird sein Kurs so schnell nicht mehr vergessen...



Bei den Deutschen Schulschachmeisterschaften im Niedersächsischen Verden an der Aller konnte die Schach AG des Gymnasium Neuenbürg einen hervorragenden 2. Platz erringen und ist damit Deutscher Vizemeister im Schulschach. Als Baden-Württem­bergischer Meister qualifizierte sich die Neuenbürger Mannschaft mit Frederik Beck, Joachim Braun, Fabian Dathe, Claas Augner und Julian Sprengel für die Deutschen Meisterschaften. Im Wettkampf mit den anderen Landes­meistern war der Deutsche Meistertitel zum Greifen nahe. Im Duell mit der späteren Siegermannschaft musste sich unser Team nur wegen ein paar Sekunden zu wenig auf der Schachuhr geschlagen geben. In den übrigen sechs Runden kam die Spielstärke und die aus mehrmaliger Teilnahme an Deutschen Meisterschaften erwachsene Erfahrung zum Tragen – es wurden fünf Siege und ein Unentschieden erreicht. Durch ihre regelmäßigen Erfolge in den letzten Jahren hat die Mannschaft dazu beigetra­gen, dass die Schach-AG ein Aushängeschild des Gymna­siums ist.

Zur Zeit träumt unsere Fußballmannschaft von Berlin. Sie wollen als Vertreter Baden-Württembergs im WK II (Jahrgang 90-92) zum Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs Jugend trainiert für Olym­pia im September dorthin. Ob dieser Traum wahr wird, entscheidet sich beim Landesfinale am 26.7.06 in Ravensburg. Das bisher Erreichte kann sich allerdings schon sehen lassen: Nach dem überlegenen Gewinn der Kreismeisterschaft überstand unser Team bei nur einem Gegentor die Zwischenrunde gegen starke Karlsruher Konkurrenz. Schließlich errangen sie in souveräner Manier die Meisterschaft des Regierungspräsidiums Karlsruhe, in dem sie die gut aufspielenden Mannschaften aus Altheng­stett (4:0) bzw. Walldorf (2:0) besiegten. Wir gratulieren und drücken unseren Jungs, die von Herrn Koch und Herrn Hankele betreut werden, weiterhin die Daumen!

 


Während andere Schüler an den Tagen des mündlichen Abiturs schulfrei genossen, hat­ten sich 50 Schülerinnen der Klassen 5 bis 7 für ein Reitprojekt mit ihrer Sportlehrerin Frau Matovinovic entschieden. Nach dem gemeinsamen Putzen der Pferde auf der Kop­pel von Jutta Heck in Pfinzweiler gab es ersten Reitunterricht für die begeisterten Mäd­chen. Neben sozialen Kompetenzen konnten so auch Koordination und Körperhaltung trainiert werden. Schade, dass aufgrund der Vielzahl der Interessentinnen das Projekt für die Teilnehmerinnen auf jeweils drei Stunden begrenzt werden musste. Wie inzwischen zu erfahren war, wird das Reitprojekt jedoch am vorletzten Schultag eine Fortsetzung erfahren können.


Termine und außerunterrichtliche Veranstaltungen


Mo 31.7.06 : Bücherumschlag
Di 1.8.06: Schwimm- und Wandertag
Mi 2.8.06 : 3.Std. Schulgottesdienst / 4.Std. Zeugnisausgabe, danach Unterrichtsende
Do 3.8.06 – So 17.8.06 Sommerferien
Mo 18.9.06: 1. Schultag (1./2. Stunde beim Klassenlehrer, 3.-5. Stunde Unterricht nach Plan)
Di 19.9.06: 8 Uhr Gottesdienst in der ev. Stadtkirche
           9.30 Uhr Aufnahmefeier der Klassen 5 in der Stadthalle
So 24.9.06 – Sa 30.9.06: Studienfahrten Jgst. 13 nach Berlin und Paris

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